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Fragenkatalog zur Entwicklung eines EDV
gestützten OP-Planungssystems

Erstellt von Informatikstudenten des Hochschule Hamburg

Wie wird bei Notfall Operationen vorgegangen? Sollen wirkliche Notfälle in den Plan aufgenommen werden, oder sollen während der Planung freie Plätze vorbehalten werden?(Siehe Frage 4)

Es gibt elektive Eingriffe und Notfälle. Elektive Eingriffe sind planbar und sollten ggf. auch kategorisiert werden.

Typ

Verteilung

kommt

Operation

1. Elektiv

(50% der Fälle)

planbar

planbar

2. Dringlich

(45% )

nicht geplant

planbar

3. Notfall

(5% )

nicht geplant

nicht planbar



Falls durch dringliche Fälle das OP-Programm verschoben wird, sind die Kategorien hilfreich bei der Planung des Rest-OP-Programms. Ansonsten sind Notfälle nicht planbar und werden im Planungssystem nicht berücksichtigt.
Notfälle lassen sich in drei Kategorien einteilen:

    1.Extrem: Notfall - muß sofort operiert werden

    2.Extrem: Dringlich - sollte binnen 6-8 Std. operiert werden, da sich sonst Folgeschäden einstellen würden oder sich die Prognose verschlechtern würde.

    3.Extrem: Notfall - kann bei überschaubarem Risiko auch auf den nächsten Tag verlegt werden.
    Es sollen keine Ressourcen für Notfalloperationen freigehalten werden.

Welche Daten werden für eine Operation benötigt?
Patientenstammdaten, genaue Diagnose, Risikofaktoren, Prozedurbeschreibung (IKPM) & Standards, präzise Angabe von teuren Sachmitteln, Operateur (Person / Funktion)

Nach welchen Kriterien werden die Operationen ausgewählt, die ggf. auf den nächsten Tag verschoben werden?
Medizinische Dringlichkeit, schon mal abgesetzt? Kosten (überschreiten der Grenzverweildauer )
Personalplanung (Urlaub etc.), damit es nicht zu Facharzt- und Pflegepersonalengpässen kommt.

Wie hoch ist der Prozentanteil an eintreffenden Notfällen? Darf diese Quote von den verplanbaren OP-Zeiten abgezogen werden?
Sehr variabel, könnte von Fachgebiet zu Fachgebiet verschieden sein und z.B. bei den Unfallchirurgen häufiger sinnvoll sein - Außerdem: Status des KH´s (Basisversorgung, Regelversorgung, Maximalversorgung)

Die Quote darf nicht von den verplanten Zeiten abgezogen werden, da im Krankenhausbetrieb alle Ressourcen zu 100% verplant werden.

In welche Bereiche soll die OP-Planung eingreifen und welche Ziele hat sie?
Ziele: optimale Versorgungsqualität, Kosten optimieren, Ressourcen schonen, Risiken minimieren. Die teure Ressource OP-Saal, die den Flaschenhals darstellt, soll möglichst optimal genutzt werden. Nicht das freie Krankenhausbett entscheidet, sondern die freie OP-Ressource.
Die OP-Planung verwaltet Ressourcen, Patientenvorbereitungen und teure Sachmittel, die rechtzeitig für die OP geordert werden.
Das Transportteam erhält den OP-Plan. Die Kapazität des Vorbereitungsraumes muß beim Einbestellen der Patienten berücksichtigt werden. Der OP-Plan wird zur Station, zur Materialwirtschaft, zur Anästhesie, zur Mikrobiologie und zur Blutbank geleitet.

Gibt es so etwas wie einen OP-Plan-Katalog, nach dem Material, Pflege und Anästhesie zu den entsprechenden Eingriffen festgelegt werden können? Kann dieser ggf. erstellt werden?
Ja, aber nicht in einem Kopf, sondern in vielen Köpfen:
Beteiligt sind die verschiedenen Berufsgruppen, die sich auf die folgenden Eingriffe vorbereiten und vorbereitende Maßnahmen treffen. Ebenso die Abteilung, auf der der Patient stationär liegt. Die OP-Leitung in der Pflege, die mit Lagerung von Verbrauchsmaterial Betrauten, die OP-Schwestern direkt.
Der OP-Katalog sollte vom Administrator für die 20 häufigsten Operationen festgelegt werden, die immerhin 80% der Operationen ausmachen. Die Operationen werden durch die Kombination von ICD- und ICPM-Schlüssel identifiziert. Die verschiedenen Punkte wie Siebe, Labor, Anästhesie, Blutgerinnung etc. sollten in einer Checkliste zusammengefaßt werden und nur als Hilfestellung dienen.

Wie flexibel sind Rüstzeiten und die Zeiten, die Patienten im Vorbereitungsraum warten können? (wichtig für die Abstände zwischen den OP bei Überlänge)
Sehr verschieden, teilweise mit Überlappung, z.B. Augenheilkunde, Statistiken erfragen!
Je nach Auslastung der Vorbereitungsräume können die Patienten theoretisch beliebig warten. Zur besseren Planung können durchschnittliche OP-Zeiten aus Quasic entnommen werden. Die durchschnittliche Wartezeit zwischen zwei Operationen wird durch die Reinigungszeit und Geräteabbau (zeitgleich) bestimmt und beträgt durchschnittlich 15 Minuten. Der Planende sollte aber alle Flexibilität behalten.

Welche Arten von Sachmitteln werden in Operationen benötigt (Klassen mit typischen Eigenschaften, insbesondere Verfügbarkeit, Vorbereitungs- und Bereitstellungszeiten)
Dazu gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Das System sollte dem Administrator die Möglichkeit geben, diese Klassen selbst einzugeben und den Sachmitteln und Personalfunktionen zuordnen.

Wie sieht ein herkömmlich erstellter OP-Plan aus? (falls vorhanden Beispieldokument)
reicht von graphischer Darstellung bis zu handschriftlich ausgefüllten Formularen

Stat.

Geschl.

Name

Diag.

Verf.

1.Op

Saal

Anästhesieart

Anästhesist

 

 

 

 

 

 

 

allgem.:AA

ja

 

 

 

 

 

 

 

lokal:LA

nein

 

 

 

 

 

 

 

spinal:SA

?

Welche Pläne sollen letztendlich vom System ausgegeben werden? (Ausdruck oder Export von Daten in andere Anwendungen)
OP-Belegungspläne, Einsatzpläne für alle betroffenen Mitarbeiter, Stationsinformationen (welcher Patient wann mit welcher Prämedikation etc. wohin), Laborpläne, Material- und Gerätepläne.

 


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