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Operation: UTN

von: Christian Fratzke-Tubbesing
 

Röntgen:
Vor dem Abdecken und während der OP

Lagerung:
Extensionstisch mit Knierolle und Göpel

Indikation:
Tibiaschaftfraktur im mittleren Drittel

Wäsche:
Uni-Set
U-Set
4´er Kittel-Paket

Verband:
1 Cutiplast, steril 20 cm
3 Cutiplast, steril 10 cm
3 Cutiplast, steril 7,2 cm

Drainagen:
12´er Redondrain
         Redonflasche

Instrumente und Zubehör:
UTN-Instrumentarium
Marknagel-Set
Akku-Bohrmaschine (Aesculap)
Akku-Bohrmaschine (Synthes) Grundsieb
Bayha Klingen 19 und 29; 11 ér Skalpell
1 Klebetape
1 Abdeckung für den C-Bogen (3-teilig)
20 ml Spritze
sterile elast. Binde
Nadelsammler
Sauger und Ansatz normal

Nahtmaterial:
1 Maxon atr. (Naht der Lig. patellae)
0 Vicryl gr. (Schraubenfixation und SC)
Hautklammergerät

 

 


Lagerung:

Der Patient wird direkt auf dem Extensionstisch gelagert. Der  Extensionsholm der OP-Seite wird  bereits vorher, unter das Kopfende  geschwenkt.

Im Saal wird auf der Gegenseite (gesundes Bein) die Gleitschienenverlängerung am Tisch angebracht. Der Göppel wird daran befestigt und das gesunde Bein nach oben außen geschwenkt (Wie bei der vaginalen Hysterektomie).

Das OP-Bein wird auf ein schwarzes Kissen gelegt und die Extension wird vom Chirurgen angelegt. Der Extensionsdraht wird im passenden Extensionsbügel befestigt. Extensionsdraht einkürzen und Drahtenden mit Kompresse und Pflaster sichern.

Entfernen des schwarzen Dreiecks auf der Op-Seite und Einstecken der kippbaren Knierolle. Sichern mit dem Kippbügel. Den Ausziehholm in den Extensionsholm einsetzen (90° Winkel zeigt nach außen. Das OP-Bein über die Knierolle lagern und die Calcaneusextension in das Zugspindelaggregat einspannen (Rotations-Zugbügelkloben). Ausrichten des Beines.

OP-Ablauf in Stichworten:

    -  Nach der Lagerung wird die Fraktur unter Röntgenkontrolle reponiert
    -  Hautdesinfektion
    -  Nach dem Abdecken (kl. Tuch über den Extensionsholm, gr. Tuch von oben
       um den Fuß kleben und das Tuch über das Zugspindelaggregat ausbreiten,
       ggf. mit einem 2. Tuch verbessern oder mit einem Tape abdichten. U-Tuch
       über den Extensionsholm ausbreiten und um das Knie kleben, mit 2
       Anästhesietüchern den Oberkörper und das im Göppel gelagerte Bein
       ausreichend abdecken.
    -  Den C-Bogen beziehen
    -  Einstellen des Tibiaplateaus, ausrichten der Meßlatte
    -  Einstellen der Malleolengabel, ablesen der Nagellänge
    -  ggf. im Diaphysenbereich unter Röntgen den Nageldurchmesser bestimmen
    -  Hautschnitt, Messerwechsel, Subcutangewebe durchtrennen, Lig patellae in
       Faserrichtung durchtrennen
    -  Aufsuchen der Eintrittsstelle
    -  DCS-Führungsspieß einbringen (Bohrmaschine, kl. Dreibackenfutter),
       Röntgenkontrolle
    -  Aufbohren mit dem 11´er Bohrer (gr. Dreibackenfutter und Gewebeschutzhülse)
    -  Befestigen des ausgewählten Nagels am Führungsgriff, Schlagkopf anschrauben
    -  Einführen des Marknagels unter Röntgenkontrolle, auffädeln der Fragmente
    -  Beginn mit der distalen Verriegelung (Akku-Bohrmaschine, Winkelaufsatz,
       3.2 Bohrer)
    -  Röntgengerät so ausrichten, dass sich im seitlichen Strahlengang die distalen
       Nagellöcher kreisrund darstellen
    -  Bohren, MESSEN (die Bolzen müssen 2-4 mm aus dem Knochen
       herausschauen), mit dem Schraubenfänger sichern und einschrauben
    -  2. Verriegelungsloch ebenso besetzen
    -  ggf. Zurückschlagen des Nagels (Extension nachlassen, Schlagkopf abschrauben,
       dafür den Schlitzhammeraufsatz aufschrauben und mit Schlitzhammer
       zurückschlagen (unter Röntgenkontrolle)
    -  Entfernen des Schlitzhammeraufsatzes und mediales Anbringen der Zieleinrichtung
    -  Einstecken des Trokars in die gr. Führung, durch die Zieleinrichtung schieben
    -  Hauteintrittsstelle markieren, Hautincision, Spreizen der Incision, Einbringen der
       Führung
    -  Trokar entfernen und Bohrführung einsetzen
    -  Mit dem 3.2 Bohrer bohren (evtl. direkt am Bohrer die Länge ablesen); dazu
       vor dem Bohren der 2. Cortikalis den Bohrer anhalten, Länge ablesen und
       5-6 mm dazurechnen.
    -  Je nach Verriegelungsart Vorgang wiederholen
    -  Röntgenkontrolle
    -  Entfernen des Führungsgriffes und Einbringen der Verschlussschraube
    -  Einbringen der Redondrainage
    -  Naht des Ligamentum patellae
    -  Subcutannaht  und Hautklammerung

Autor:
Christian Fratzke-Tubbesing
Fachkrankenpfleger für den Operationsdienst
FAX: 05731/ 53 87 32
E-mail: ICTubbesing@t-online.de